Update-Info zur Veranstaltung im Roncalli-ForumGeschrieben von Die geistige Welt in
Grandt Es gibt Neuigkeiten zu der Veranstaltung mit Michael Grandt im Roncalli Forum: Sie fällt aus. Diese Worte sind schlicht und klar. Sie werten nicht. Vielleicht machen sie nachdenklich. Was mögen die Gründe sein? Ist da irgendein Fehler unterlaufen? Hat Herr Grandt angesichts der derzeit kalten Witterung womöglich einen Schnupfen oder Halsweh bekommen? Deshalb liefert das Roncalli-Forum zu dieser Programmänderung eine Begründung: "Der Bund der freien Waldorfschulen hat ein Gerichtsverfahren gegen Michael Grandt angestrengt. Wir hatten den Autor eingeladen, am 04.02.09, 20:00, bei uns zum Thema seines Buches "Schwarzbuch Waldorf" vorzutragen. Auf juristisches Anraten hat er nun diesen Vortrag abgesagt, was wir bedauern, wofür wir aber Verständnis haben. Wir hoffen, den Vortrag zu einem späteren Zeitpunkt nachholen zu können." Dann wissen wir ja nun, wer keinen Fehler gemacht hat (Roncalli-Forum), und bei wem der Schwarze Peter liegt (Bund der freien Waldorfschulen). Davon, dass das "Schwarzbuch Waldorf" ein Buch ist, das wegen darin enthaltener Falschbehauptungen aufgrund eines rechtskräftigen Urteils, welches bereits einige Monate zurückliegt, nicht mehr verbreitet werden darf, ist allerdings nicht die Rede, und deutlich wird auch nicht, dass mit dem genannten "Gerichtsverfahren" keine aktuelle, sondern eben diese Klage aus dem vergangenen Jahr gemeint sein muss. Die Geistige Welt ist sehr nachsichtig. Sonst würde sie jetzt vollmundig über kalte Füße nachdenken, die jemand - völlig zu Recht - bekommen hat. Und sie hat sogar ein tröstendes Wort parat: Unfehlbarkeit, also von Fehleinschätzungen, irrtümlichen Entscheidungen und fehlerhaften Handlungen völlig frei zu sein, ist nach menschlichem Ermessen nicht möglich. Grandt erntet seine Früchte: Rechtsextremismus!Geschrieben von Die geistige Welt in
Wohl aus Gründen einer Vorfeld-PR für sein damals bereits projektiertes "Schwarzbuch Waldorf" erstattete Michael Grandt im Oktober 2007 Anzeige gegen den Rudolf-Steiner-Verlag und zwei (sic!) Buchhandlungen. Wir kommentierten das bereits in humorvoller Weise. Die Strafanzeigen verliefen wie erwartet im Sande. Zur Erinnerung: es ging um eine Textpassage in einer literarischen Besprechung des jungen Steiner, die in Band 32 der Gesamtausgabe "Gesammelte Aufsätze zur Literatur 1884-1902" enthalten ist, und welcher der Bisinger Enthüllungsjournalist Antisemitismus vorwarf.
Die geistige Welt erinnerte sich an diese Episode des besorgten Bürgers Grandt, als sie feststellen musste, dass seine gegenwärtigen Thesen zum Nahostkonflikt offenbar besonders, um nicht zu sagen ausschließlich bei deutschen Rechtsextremisten Anklang finden. Grandts Text über den Gaza-Krieg findet man nun bereits auf den Internetseiten "Freies Leipzig. Ein Volk! Ein Wille! Eine Zukunft" und der "AG Schwaben. Nationales Netz" in voller Länge. Es ist offensichtlich, dass es sich dabei um rechtsextremistische Sites handelt. Ob und in welcher Beziehung Michael Grandt zu den Betreibern dieser Internetseiten steht, wissen wir nicht. Es kursieren derzeit sehr viele Texte im Internet, die sich kritisch mit dem gegenwärtigen Vorgehen Israels auseinandersetzen. Applaus von der falschen Seite kann man nicht verhindern, doch die Texte von Grandt, mit denen wir uns bereits in einem eigenen Beitrag auseinandergesetzt haben, sind in ihrem Sympathisieren mit antisemitischen Terrororganisationen so fragwürdig und mehr als extrem antiisraelisch, dass es nicht Wunder nimmt, dass sie nun auf rechtsextremistischem Boden Früchte tragen. Und mit seiner Antisemitismusklage kontrastieren sie darüberhinaus so grotesk, dass es schwierig wird, die Motivation für seine Agitation nachzuvollziehen. Michael "Grönaz" Grandt mit Jesus in AuschwitzGeschrieben von Die geistige Welt in
Grandt
Michael "Grönaz" Grandt ist nicht nur "Fachberater für die Themenbereiche Nationalsozialismus, Scientology, Sekten, Satanismus und Anthroposophie" und der größte Nahostexperte aller Zeiten (Grönaz) unter den Anthroposophie-Kritikern, sondern er ist außerdem Autor dramatischer Novellen. Unser Grönaz ist also auch ein Künstler. Und zwar ein besonders einfühlsamer Künstler, der sich hineinversetzen kann in ein behindertes Baby oder in einfache Männer, die den Nazis verfielen. Als guter Christ ist Michael Grandt sogar nach Auschwitz gefahren und hat dort recherchiert, um dort tatsächlich zu einer christlichen Erkenntnis über die verzweifelte Hoffnung von KZ-Insassen zu kommen: Für Grandt ist es ein Gleichnis zur Jesus-Geschichte. Selbst in Adolf Hitler kann er sich offenbar einfühlen, wenn er über dessen letzte Tage schreibt. Über all diese Dinge kann man im neuen Werk des Künstlers Grandt "Jesus in Auschwitz", das Ende Januar erscheinen soll, in aller Ruhe nachlesen. Auf seiner eigenen Homepage gibt es eine Kurzinfo zu "Jesus in Auschwitz", hier ein Ausschnitt:
„Kind K“ schildert das Schicksal eines behinderten Babies, das später der Auslöser für die Kindereuthanasie im Dritten Reich sein wird. „Der Befehl“ und „Heinz“ machen erklärbar, wieso der „einfache“ Mann den Nazis verfiel. „Jelschanka“ und „Der Selbst-Krieg“ haben die Geschehnisse auf den Schlachtfeldern des Zweiten Weltkrieges zum Thema. Michael "The Artist" Grandt möchte mit seinen dramatischen Novellen aufrütteln. Wir von NWA 2.0 finden, dass er mit seinem Sendungsbewusstsein ein gerüttelt Maß an Geschmacklosigkeiten präsentiert: Shoah business auf Grandt'sche Art. Michael Grandt und der Völkermord an den PalästinensernGeschrieben von Die geistige Welt in
Grandt Mit einigem Erstaunen hat NWA 2.0 bereits vor einer Woche davon Kenntnis genommen, dass sich Michael Grandt, der selbsternannte Experte für "heiße Eisen", nun, nach Abschluss seiner nicht sehr überzeugenden Beschäftigung mit dem Thema Waldorfschulen, vermehrt zum derzeit aktuellen Thema Nahostkonflikt zu Wort meldet. Analysierte er zunächst Textpassagen des Alten Testaments und kam anhand dieses methodischen Griffes zu einer Negativ-Expertise bezüglich des Existenzrechtes des Staates Israel, so erfolgte nun seine konkrete Beurteilung der gegenwärtigen Entwicklungen in Gaza.Seine Einschätzung der Lage bringt er in einem aktuellen Beitrag für den Kopp Verlag eindrücklich unter Beweis: Gaza: Israels Massenmord an den Palästinensern. Enthüllungsjournalist Michael Grandt stellt darin fest:"Was in Gaza geschieht, ist Völkermord". Er kommt zu dieser Feststellung nicht etwa durch eigene Erkundungen vor Ort, nein, es ist die ihm eigene Expertise, die ihn in seinem Urteil so sicher macht. Dabei ist er zwar nicht der erste, der einen Völkermord an den Palästinensern zu entdecken glaubt, aber nur wenige andere machen sich die Sache der Hamas so zu eigen, wie es Michael Grandt vollführt. Israels Feind, die Hamas, das sind für Grandt unschuldige Kinder, Babys und Frauen. Dass die Hamas von der EU, den USA und anderen Ländern als terroristische Organisation eingestuft wird, die - getragen von einer Märtyrerideologie - durch Selbstmordattentate und Raketenbeschuss, jeweils fast ausschließlich auf zivile Ziele, bekannt geworden ist, ja das scheint für Grandt ein schützenswerter Kulturimpuls zu sein. Die Hamas hat gemäß Grandt "ein offenes Ohr für die Sorgen und Nöte der Bevölkerung" und habe deswegen während der israelischen Besatzung immer mehr Unterstützung bei den Palästinensern erfahren. Grandt verschweigt, dass die Hamas erst nach dem Abzug der israelischen Truppen durch bürgerkriegsähnliche Kämpfe gegen die Fatah, welche die Hamas im Juni 2007 endgültig für sich entschied, in Gaza an die Macht gekommen ist. Zur wirtschaftlichen Entwicklung oder politischen Stabilität des Gaza-Streifens hat die Hamas dagegen rein gar nichts beigetragen. Der Hamas geht es um die Vernichtung Israels, am 18. Dezember 2008 kündigte die Hamas den Waffenstillstand mit Israel einseitig auf, Frieden will sie nicht. Das zeigt auch Artikel 13 aus der Charta der Hamas: "Ansätze zum Frieden, die sogenannten friedlichen Lösungen und die internationalen Konferenzen zur Lösung der Palästinafrage stehen sämtlichst im Widerspruch zu den Auffassungen der Islamischen Widerstandsbewegung. Denn auf irgendeinen Teil Palästinas zu verzichten bedeutet, auf einen Teil der Religion zu verzichten; der Nationalismus der Islamischen Widerstandsbewegung ist Bestandteil ihres Glaubens. (...) Für die Palästina-Frage gibt es keine andere Lösung als den Djihad. Die Initiativen, Vorschläge und Internationalen Konferenzen sind reine Zeitverschwendung und eine Praxis der Sinnlosigkeit."Abgesehen davon, dass es sich bei dem vermeintlichen Völkermord an den Palästinensern um einen solchen handelt, durch den sich die Zahl der betroffenen Subjekte von 800.000 Palästinensern auf über vier Millionen Palästinenser erhöht hat, missachtet Grandt die völkerrechtlichen Definitionen des Völkermord-Straftatbestands. Selbst beim andauernden Darfur-Konflikt, bei dem bereits mindestens 400.000 Menschen starben, wird von der UNO, Amnesty International und Human Rights Watch nicht der Begriff "Völkermord" verwendet, sondern die Termini "Verbrechen gegen die Menschlichkeit" und "Kriegsverbrechen". Michael Grandt faselt weiter vom "Massenmord an unschuldigen Zivilisten" und behauptet, die Palästinenser seien "von jeglicher lebensnotwendiger Versorgung abgeschnitten, ohne Wasser, Strom, Lebensmittel und medizinische Versorgung, vom israelischen Regime als Geiseln unter Kollektivstrafe gehalten." Wir von NWA 2.0 fragen uns derweil, wie es kommt, dass auch der muslimische Bruderstaat Ägypten seine Grenze zum Gaza-Streifen geschlossen hält und wie es kommt, dass der größte Teil der finanziellen Unterstützung aus der EU und den USA fließt und ferner fragen wir uns, wie es sein kann, dass auch die praktischen Hilfsleistungen nicht über Ägypten, sondern über Israel nach Gaza gelangen? Schließlich versteigt sich Grandt zu der Behauptung, dass sich die Hamas erst durch die israelische Besetzung des Gaza-Streifens militarisiert und radikalisiert habe. Die israelische Besatzungspolitik mag aus verschiedenen Gesichtspunkten durchaus kritikwürdig sein, sie als Ursache für den Hamas-Terror zu sehen, heißt, die von Hass auf Israel geleitete Weltsicht der Hamas zu übernehmen. Seit 2001 ist die südisraelische Stadt Sderot mit über 7.500 Raketen und Mörsergranaten von Palästinensern (meistens von der Hamas verantwortet) beschossen worden, davon der allergrößte Anteil seit dem Abzug der Israelis aus dem Gaza-Streifen im Jahr 2005. Allein 2008 schlugen 3.000 Raketen und Granaten in Südisrael ein. Der Beschuss auf den Norden Israels hat nach dem Krieg gegen die Hisbolla aufgehört. Vielleicht könnte der Krieg gegen die Hamas ebenfalls in dieser Hinsicht erfolgreich sein. Die geistige Welt ist verblüfft über das einfältige Terroristen-Verstehertum, das unser Anthroposophie-Kritiker Michael Grandt in jenem Artikel an den Tag legt und fragt sich, ob denn sowas im Einklang mit den Werten des Grundgesetzes steht. --> Update-Info vom 9. Januar: Achtung, Achtung! -- Der Völkermord an den Palästinensern findet doch nicht statt. Anthroposophie-Kritiker Michael Grandt hat es sich anders überlegt. Der Kopp-Verlag hat offenbar kalte Füße bekommen und den Artikel von Michael Grandt nun in abgemilderter Version ins Netz gestellt. Es ist im Titel nun nicht mehr von "Massenmord" die Rede (nur noch weiter unten im Text) und den "Völkermord" haben sie ganz rausgenommen. Hält Grandt seine eigenen Artikel für rufschädigend?Geschrieben von Die geistige Welt in
Grandt Immer wieder wird Anthroposophen pauschal vorgeworfen, sie würden öffentliche Kritik und journalistische Recherche mit Gerichtsklagen unterdrücken und versuchen, alle Kritiker mundtot zu machen. Auch Michael Grand beschwert sich darüber in Interviews. Und in der Tat wurde sein Buch, in dem er Eltern vor dem Besuch der Waldorfschulen warnen will, vom Bund der Freien Waldorfschulen wegen erheblicher Falschaussagen erfolgreich vom Markt geklagt. Das Urteil bestätigt aber auch die Legitimität dieser Klage und die geistige Welt teilt nicht die Aufassung, dass Anthroposophen durchweg nur versuchen, Kritiker mundtot zu machen. Das vorliegende Blog ist ein Beispiel für das Gegenteil und die geistige Welt teilt insofern die Ansicht, dass Gerichtsklagen nur in Ausnahmefällen ein geeignetes Mittel sind, um Meinungsaustausch und öffentliche Diskussionen zu führen. Umso verwunderter darf die geistige Welt demnach sein, wenn Michael Grandt auf Bemühungen, auf journalistische Weise öffentlich über seine Arbeit zu informieren, in einer Weise reagiert, die exakt seinem Vorurteil gegenüber den angeblich so klagewütigen Anthroposophen entspricht. Oder wäre Verwunderung angesichts der oben geschilderten Grandtschen Kritik an der Inanspruchnahme von Rechtsmitteln nicht angebracht, wenn jemand, der eine Institution, die demnächst eine Veranstaltung mit Michael Grandt durchführt, auf eine Internetpublikation Grandts hinweist, und - Huch! - nur kurz danach eine entsprechende Mitteilung des Journalisten in seinem email-Eingang findet?
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