Grandt erntet seine Früchte: Rechtsextremismus!Geschrieben von Die geistige Welt in
Wohl aus Gründen einer Vorfeld-PR für sein damals bereits projektiertes "Schwarzbuch Waldorf" erstattete Michael Grandt im Oktober 2007 Anzeige gegen den Rudolf-Steiner-Verlag und zwei (sic!) Buchhandlungen. Wir kommentierten das bereits in humorvoller Weise. Die Strafanzeigen verliefen wie erwartet im Sande. Zur Erinnerung: es ging um eine Textpassage in einer literarischen Besprechung des jungen Steiner, die in Band 32 der Gesamtausgabe "Gesammelte Aufsätze zur Literatur 1884-1902" enthalten ist, und welcher der Bisinger Enthüllungsjournalist Antisemitismus vorwarf.
Die geistige Welt erinnerte sich an diese Episode des besorgten Bürgers Grandt, als sie feststellen musste, dass seine gegenwärtigen Thesen zum Nahostkonflikt offenbar besonders, um nicht zu sagen ausschließlich bei deutschen Rechtsextremisten Anklang finden. Grandts Text über den Gaza-Krieg findet man nun bereits auf den Internetseiten "Freies Leipzig. Ein Volk! Ein Wille! Eine Zukunft" und der "AG Schwaben. Nationales Netz" in voller Länge. Es ist offensichtlich, dass es sich dabei um rechtsextremistische Sites handelt. Ob und in welcher Beziehung Michael Grandt zu den Betreibern dieser Internetseiten steht, wissen wir nicht. Es kursieren derzeit sehr viele Texte im Internet, die sich kritisch mit dem gegenwärtigen Vorgehen Israels auseinandersetzen. Applaus von der falschen Seite kann man nicht verhindern, doch die Texte von Grandt, mit denen wir uns bereits in einem eigenen Beitrag auseinandergesetzt haben, sind in ihrem Sympathisieren mit antisemitischen Terrororganisationen so fragwürdig und mehr als extrem antiisraelisch, dass es nicht Wunder nimmt, dass sie nun auf rechtsextremistischem Boden Früchte tragen. Und mit seiner Antisemitismusklage kontrastieren sie darüberhinaus so grotesk, dass es schwierig wird, die Motivation für seine Agitation nachzuvollziehen. Hält Grandt seine eigenen Artikel für rufschädigend?Geschrieben von Die geistige Welt in
Grandt Immer wieder wird Anthroposophen pauschal vorgeworfen, sie würden öffentliche Kritik und journalistische Recherche mit Gerichtsklagen unterdrücken und versuchen, alle Kritiker mundtot zu machen. Auch Michael Grand beschwert sich darüber in Interviews. Und in der Tat wurde sein Buch, in dem er Eltern vor dem Besuch der Waldorfschulen warnen will, vom Bund der Freien Waldorfschulen wegen erheblicher Falschaussagen erfolgreich vom Markt geklagt. Das Urteil bestätigt aber auch die Legitimität dieser Klage und die geistige Welt teilt nicht die Aufassung, dass Anthroposophen durchweg nur versuchen, Kritiker mundtot zu machen. Das vorliegende Blog ist ein Beispiel für das Gegenteil und die geistige Welt teilt insofern die Ansicht, dass Gerichtsklagen nur in Ausnahmefällen ein geeignetes Mittel sind, um Meinungsaustausch und öffentliche Diskussionen zu führen. Umso verwunderter darf die geistige Welt demnach sein, wenn Michael Grandt auf Bemühungen, auf journalistische Weise öffentlich über seine Arbeit zu informieren, in einer Weise reagiert, die exakt seinem Vorurteil gegenüber den angeblich so klagewütigen Anthroposophen entspricht. Oder wäre Verwunderung angesichts der oben geschilderten Grandtschen Kritik an der Inanspruchnahme von Rechtsmitteln nicht angebracht, wenn jemand, der eine Institution, die demnächst eine Veranstaltung mit Michael Grandt durchführt, auf eine Internetpublikation Grandts hinweist, und - Huch! - nur kurz danach eine entsprechende Mitteilung des Journalisten in seinem email-Eingang findet? "wir sind nur wachsam"Geschrieben von Die geistige Welt in
Esowatch
Die geistige Welt durfte heute beim Ausflug durch das Internet wieder einmal mit Nachsicht nicht geizen:
"Steiner besuchte zunächst die Realschule und studierte danach an der Universität Wien Mathematik und Naturwissenschaften, da er zunächst Lehrer werden wollte. Aus finanziellen Gründen musste Steiner sein Studium abbrechen, konnte jedoch später an der Universität Rostock zum Dr. phil. promovieren. Er arbeitete zunächst als Herausgeber, geriet aber in finanzielle Probleme und hatte als Bohemien Alkoholprobleme. Am 30. März 1925 starb Steiner nach schwerer Krankheit in Dornach bei Basel, wo sein Goetheanum entstand" (http://esowatch.com/index.php?title=Rudolf_Steiner) Das ist die Biographie von Rudolf Steiner! Zumindest aus Sicht des Wikis von Esowatch, auch bekannt als die Tafelrunde der Ritter von der verschwörungstheoretischen Einfalt, die sich selbst auch noch für Aufklärer halten mit dem Slogan "wir sind nur wachsam" - nur nicht bei dem, was wir schreiben, möchte man anfügen. Der Artikel ist unter satirischen Gesichtspunkten echt lesenswert. Schule, Studium, Bohème, tot. War da noch was?? Äh, und wann hat Steiner dann eigentlich die böse Anthroposophie erfunden, gegen die das Kampfgeschwader der Esowatcher ausgerückt ist?? Kreative Aufklärung könnte man es nennen. Oder "wie man mit der Dampfwalze denkt". Aber lassen wir das, es ist nicht p.c., sich über geistig Minderbemittelte lustig zu machen... Ach waren das Zeiten, als solche Leute noch ihren Talenten gemäß eingesetzt und nur still und friedlich in der Fußgängerzone postiert wurden, um ihren Wachturm oder andere Botschaften feil zu bieten. Aber im Internet darf jeder den Mund auf machen, auch wenn er ihn - was im Esowatch-Blog immer wieder betont wird - am liebsten nur zum Kotzen benutzt... Korinthenkacken für FortgeschritteneGeschrieben von Die geistige Welt in
Lichte, NWA1
Ein Fundstück aus einer Kommentardiskussion auf dem Blog „nerone“ (http://nerone.wordpress.com/2007/12/05/nun-was-ist-da-los/)
In einem Interview im Deutschlandfunk erklärt der Präsident der Rudolf-Steiner-Nachlassverwaltung, Cornelius Bohlen, Steiner habe sich mehrfach „eindeutig gegen Rassismus und Antisemitismus erklärt“ und verweist auf eine Stelle in Steiners Werk: „Ja, da gibt eine bekannte Stelle aus dem Jahre nach dem Ersten Weltkrieg: ‚Rassenideale sind der Niedergang der Menschheit‘, also wo eine ganz eindeutige Aussage vorliegt.“ (DLF, Kultur heute, 1.12.2007). Dieser Auszug wurde auf NWA1 zitiert (http://rudolf-steiner.blogspot.com/2007/12/falsche-propheten.html). Nun gibt es auch eine Stelle in Steiners Werk, in der es wörtlich heißt: „Denn durch nichts wird sich die Menschheit mehr in den Niedergang hineinbringen, als wenn sich die Rassen-, Volks- und Blutsideale fortpflanzen.“ Also, sinngemäßes Zitat: „Rassenideale sind der Niedergang der Menschheit“ und Originaltext: „Denn durch nichts wird sich die Menschheit mehr in den Niedergang hineinbringen, als wenn sich die Rassen-, Volks- und Blutsideale fortpflanzen.“ (GA 177, S.205) Sie meinen, das bedeute im Grunde das selbe? Das sei die gleiche Aussage nur kompakter, ein sinngemäßes Zitat, aus dem Gedächtnis frei zitiert? OH NEIN! Lassen Sie sich von den Nachrichten aus der Welt der Absurdität aufklären: Nein, diese 'bekannte Stelle' und ihre 'ganz eindeutige Aussage', von Anthroposophen wieder und wieder 'zitiert', gibt es im gesamten Werk Rudolf Steiners nachweislich nicht, wovon sich jeder über die Volltextsuche der Rudolf-Steiner-Nachlassverwaltung schnell überzeugen kann. Das vermeintliche Steiner-Zitat ist eine Erfindung des Autorenteams Hans-Jürgen Bader/Manfred Leist/Lorenzo Ravagli. (http://rudolf-steiner.blogspot.com/2007/12/falsche-propheten.html) (Hinweis: 'Rassenideale sind der Niedergang der Menschheit' ist der Titel eines Buches der genannten Autoren.) Klar, die besagte Buchstabenfolge findet man mit dem Suchroboter tatsächlich nicht, schließlich handelt es sich um ein sinngemäßes Zitat. Für NWA1 ist damit klar: dieser Satz ist eine Erfindung, und zwar eine böswillige, die von der gesamten Anthroposophenschenschaft kolopertiert wird: „Jene Herren, die seriösen Wissenschaftlern und Journalisten wider besseren Wissens vorwerfen, Zitate aus dem Werk Steiners sinnentstellend zu verwenden, erfinden ihre Belegstellen ganz einfach selbst, und die anthroposophische Gemeinschaft zeigt sich dankbar für diese Kreativität. So wird der Nachlass Steiners nicht nur verwaltet, sondern für die Öffentlichkeit neu gestaltet.“ (a.a.O.) Wie gut, dass es Leute wie NWA1 gibt, die uns vor solch üblen Machenschaften warnen. Denn da wurde nicht aus der Erinnerung ungenau zitiert, nein, das ist eine handfeste Verfälschung, ein agressives Täuschungsmanöver, eine Verschwörung der gesamten anthroposophischen Gemeinschaft! Und unsere korrupten, anthroposophisch unterwanderten Politiker schauen wieder einmal tatenlos zu: das sinngemäße Zitieren sollte zusammen mit der indirekten Rede auf den Index für Jugendgefährdende Stilmittel gesetzt werden! Sofort! Damit aber nicht genug. Ein gewisser Herr Lichte, auf diesen Skandal angesprochen und immerhin zugestehend, dass man im Interview durchaus auch mal sinngemäß zitieren darf, entfaltet aber nun eine an Rafinesse nicht zu überbietende Erklärung, warum die Aussagen der beiden betreffenden Sätze (das Original von Steiner und das sinngemäße Zitat) nicht nur nicht gleich sind, sondern sich nachgerade widersprechen sollen: Es [das Zitat] ist – wie immer bei Ravagli & Co. – aus dem GESAMTzusammenhang gerissen [moment, ist das nicht das böse Argument der Anthroposophen??], und dann in Ravaglis Buch 'montiert', im Sinne einer Entlastung Steiners vom 'Rassismusvorwurf'. Also: die Anthroposophen haben ein Ideal, nämlich dass „Blut“ und „Rasse“ durch den Geist überwunden werden sollen. Schön eigentlich. Aber, so Lichte, erst im Jahre 3573!! Jaha, das hätten Sie nicht gedacht, nicht wahr? Und das meint Lichte tatsächlich ernst. Weil es bis zum Jahre 3573 doch noch etwas hin ist, glaubt Lichte, gelte das für heute nicht und folglich gelte das umgekehrte, nämlich dass „Blut“ und „Rasse“ NICHT durch den Geist überwunden werden sollen – heute. Wenn also Steiner sagt: „Denn durch nichts wird sich die Menschheit mehr in den Niedergang hineinbringen, als wenn sich die Rassen-, Volks- und Blutsideale fortpflanzen.“ dann ist das für Herrn Lichte eindeutig die Aussage: 'Rassenideale sollen nicht überwunden werden. Zumindest heute nicht.' Wie kommt es aber nun, dass das Zitat ganz anders klingt? - Ganz einfach: Gesamtzusammenhang! Das Zitat ist - halten Sie sich fest - aus dem Gesamtzusammenhang gerissen. Nein, das war jetzt keine Ausrede der Anthroposophen, sondern die Erklärung von Herrn Lichte! Hätten wir den Zusammenhang, meint dieser, dann wüssten wir, dass es ganz anders gemeint ist. Nun denn, nehmen wir einfach etwas mehr Zusammenhang. Schauen wir zwei Sätze zuvor, da macht Steiner konkrete Zeitangaben: „Ein Mensch, der heute von dem Ideal von Rassen und Nationen und Stammeszusammengehörigkeiten spricht, der spricht von Niedergangsimpulsen der Menschheit. Und wenn er in diesen sogenannten Idealen glaubt, fortschrittliche Ideale vor die Menschheit hinzustellen, so ist das die Unwahrheit. Denn durch nichts wird sich die Menschheit mehr in den Niedergang hineinbringen, als wenn sich die Rassen-, Volks- und Blutsideale fortpflanzen.“ (GA 177, S.205) Ich darf wiederholen: „Ein Mensch, der HEUTE ...“. Heute? Ich dachte Steiner spricht vom Jahre 3573?? Herr Lichte, wir sind aufgeschmissen ohne Ihre erhellende Aufklärung: was meint – natürlich im Zusammenhang betrachtet – Steiner mit dem Wort „heute“? Meint er mit „heute“ das Jahr 3573? Oder hat womöglich die Nachlassverwaltung diese Stelle böswillig retuschiert? Hat der Verfälscher Ravagli schon wieder seine Finger im Spiel? Hat am Ende Steiner in böswilliger Absicht die Akasha-Chronik falsch zitiert? Oder hat mich eine Zeitschleife erwischt und wir schreiben schon das Jahr 3573? Ich bin so verwirrt. Kann ich meinem Kalender noch vertrauen? Er ist immerhin ein Werbegeschenk von Weleda! Frankfurter MemorandumGeschrieben von Die geistige Welt in
NWA1
Obwohl die Anthroposophische Gesellschaft absolutes Stillschweigen bezüglich Rassismus angeordnet hat (vgl. http://rudolf-steiner.blogspot.com/2008/05/frankfurter-memorandum.html) und von Jens Heisterkamp eine artige Unterlassungerklärung erzwang, dass das Frankfurter Memorandum standepede zurückgezogen wird, haben die Herren Brüll und Heisterkamp das Memorandum – raffinierterweise in „überarbeiteter“ Fassung – still und heimlich nun doch veröffentlicht.
Zufall? Keineswegs. Wie sich jeder selbst überzeugen kann, ist die Steiner-Online-Recherche des Steiner-Verlages nach wie vor gesperrt, obwohl ihre Wiedereröffnung für Sommer angegeben wurde. Diese Sperre, die von der Glaubenskongregation in Dornach unmittelbar nach Erscheinen des Memorandumsentwurfes verhängt wurde, sollte dazu dienen, die rassistischen Passagen in Steiners Werk zu verheimlichen. Leider hat diese Maßnahme ihr Ziel gründlich verfehlt, da der Steiner-Verlag unvorsichtigerweise das gesamte Werk Steiners in Buchform öffentlich zum Kauf anbietet! Und das, wie aus Dokumenten hervorgeht, die der Redaktion von NWA 2.0 vorliegen, schon seit mehreren Jahrzehnten. Dass der subversive Vorstoß der „Anthroposophen“ Brüll und Heisterkamp von der Dornacher Weltzentrale nun unwidersprochen bleibt, erklärt sich nur aus der perfiden anthroposophischen Marketingstrategie. Offenbar ist die Veröffentlichung heimlich abgesprochen und soll nur der Irreführung der Öffentlichkeit dienen. Nach außen hin gibt man sich „liberal“, indem man mit dem Frankfurter Memorandum öffentlich die rassistischen Passagen in Steiners Werk identifiziert, kommentiert und bewertet. Die Rudolf-Steiner Online-Datenbank bleibt aber weiterhin durch die Dornacher Inquisition geschlossen, so dass die Vorwürfe nicht nachgeprüft werden können. (Offiziell werden als Grund für die Schließung Versuche angegeben, die Datenbank zu hacken, um kostenlos an die urheberrechtlich geschützen Werke zu gelangen. Dass es kriminelle Angriffe dieser Art im Internet überhaupt gibt, ist natürlich ein Märchen, das nur Anthroposophen glauben.) Allzu offensichtlich ist die Strategie der Dornacher Sektion für antianthroposophische Umtriebe, mit der das Memorandum nun als Einzelvorstoß der Monatszeitschrift „info3“ deklariert und für die Anhänger als Angriff auf die Anthroposophie gebrandmarkt wird. Intern gilt nach wie vor die Parole: alles abstreiten! Das Headquarter am Goetheanum reagiert bereits mit einer Flut von privaten Zuschriften aus dem Leserkreis von info3. Im Ergebnis bestätigt sich das Bild einer straff organisierten, gefährlichen Psycho-Sekte: in der streng geheimen Zentrale in Dornach setzt man konsequent auf Abschottung, freie Journalisten werden zurückgepfiffen und zur Unterzeichnung von Widerrufen gezwungen. Die deutschen Anthroposophen werden auf Linie eingeschworen und die Anthroposophische Gesellschaft dekretiert Stillschweigen. Das alles wird aber erfolgreich vertuscht (überhaupt erfuhr als einziger nur NWA1 davon...), indem nach außen offen über die Rassismusvorwürfe diskutiert wird, indem Steiners Werk von seinen Anhängern kritisch unter die Lupe genommen wird, indem das zurückgepfiffene und widerrufene Memorandum ungehindert wieder hervorpfeifft und den Widerruf widerruft, indem die auf Linie eingeschworenen Anthroposophen öffentlich die Kontroversen ihrer verschiedenen Positionen austragen. Bei Anthroposophen ist nichts wie es scheint: wenn ihnen Stillschweigen bezüglich Rassismus bei Steiner dekretiert wird, dann vertuschen sie das, indem sie anfangen, öffentlich über Rassismus bei Steiner zu diskutieren. Was für eine Perfidie!
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Der Doktor hat gesagt"Ich kenne alle, nur mich selber nicht!"
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