"wir sind nur wachsam"Geschrieben von Die geistige Welt in
Esowatch
Die geistige Welt durfte heute beim Ausflug durch das Internet wieder einmal mit Nachsicht nicht geizen:
"Steiner besuchte zunächst die Realschule und studierte danach an der Universität Wien Mathematik und Naturwissenschaften, da er zunächst Lehrer werden wollte. Aus finanziellen Gründen musste Steiner sein Studium abbrechen, konnte jedoch später an der Universität Rostock zum Dr. phil. promovieren. Er arbeitete zunächst als Herausgeber, geriet aber in finanzielle Probleme und hatte als Bohemien Alkoholprobleme. Am 30. März 1925 starb Steiner nach schwerer Krankheit in Dornach bei Basel, wo sein Goetheanum entstand" (http://esowatch.com/index.php?title=Rudolf_Steiner) Das ist die Biographie von Rudolf Steiner! Zumindest aus Sicht des Wikis von Esowatch, auch bekannt als die Tafelrunde der Ritter von der verschwörungstheoretischen Einfalt, die sich selbst auch noch für Aufklärer halten mit dem Slogan "wir sind nur wachsam" - nur nicht bei dem, was wir schreiben, möchte man anfügen. Der Artikel ist unter satirischen Gesichtspunkten echt lesenswert. Schule, Studium, Bohème, tot. War da noch was?? Äh, und wann hat Steiner dann eigentlich die böse Anthroposophie erfunden, gegen die das Kampfgeschwader der Esowatcher ausgerückt ist?? Kreative Aufklärung könnte man es nennen. Oder "wie man mit der Dampfwalze denkt". Aber lassen wir das, es ist nicht p.c., sich über geistig Minderbemittelte lustig zu machen... Ach waren das Zeiten, als solche Leute noch ihren Talenten gemäß eingesetzt und nur still und friedlich in der Fußgängerzone postiert wurden, um ihren Wachturm oder andere Botschaften feil zu bieten. Aber im Internet darf jeder den Mund auf machen, auch wenn er ihn - was im Esowatch-Blog immer wieder betont wird - am liebsten nur zum Kotzen benutzt... Willkommen in der wundersamen Welt von Esowatch.com !Geschrieben von Die geistige Welt in
Esowatch Reisen ist ungemein interessant und aus diesem Grund bei vielen Menschen sehr beliebt. Nicht alle Menschen in unserer pluralistischen, demokratischen Gesellschaft haben das Leben unter den beiden totalitären Regimes in unserem Lande noch selber erlebt. Es werden leider immer weniger. Gerade aus diesem Grund würde zum Beispiel so mancher gerne mal nach China fahren oder nach Nordkorea. Es ist deshalb nun wirklich bedauerlich, dass diese Ziele so weit weg sind. So etwas kann sich schließlich nicht jeder leisten. Genau deshalb ist es so wunderbar, dass es Esowatch gibt. Da kann man diese Eindrücke viel billiger bekommen. Esowatch und die befreundeten Weblogs wie zum Beispiel Chaos im Kopf sind totalitäre Enklaven, die jeder relativ problemlos besuchen kann, da diese über das Internet erreichbar sind. "Willkommen bei Esowatch.com" wird man schon am Eingang freundlich begrüßt. Man fühlt sich also gleich gut aufgenommen. Esowatch freut sich über Gäste. Ist doch klar, da es sich ja um ein Informationsportal handelt. Man ist froh über jeden Nicht-Esowatcher, der sich hierher verirrt. Wirklich. Die Besucher müssen nicht mal linientreu sein. Die Leute, die seit einigen Jahren an der großen und berühmten Internet-Enzyklopädie Wikipedia arbeiten, sind ebenfalls nicht alle linientreu im Sinne des Weltbildes von Esowatch. Das ist schon eher ein Problem, denn intelligent wie die Leute von Esowatch nun mal sind, haben sie messerscharf erkannt, dass das doch nicht in ihrem Sinne sein kann, was dort so alles geschrieben wird. Das ist auch der Grund warum Esowatch so viel Zeit und Mühe in den Aufbau eines eigenen Wikipedias über das Sondergebiet Esoterik steckt. Esowiki nennt sich dieses Parallelwelt-Lexikon. Es sieht genauso wie Wikipedia. Aber: 100% linientreu. It´s a feature not a bug, möchte man da den von Esowatch-Mitarbeiter Rincewind immer wieder zitierten Spruch aufgreifen. Außerdem wird auf Esowatch ein Forum betrieben, das in erster Linie dem internen Meinungsaustausch dient, und auf dem sich die Esowatcher über die neuesten Sensationen austauschen sowie sich selber ins rechte Licht rücken. Die Threads dort bewegen sich auf ziemlich infantilem Niveau, ok. Da geht der Besucher doch lieber gleich zum Blog von Esowatch.com oder von einem der Esowatcher. Denn da werden immerhin richtige Beiträge geboten. Man liest dort tatsächlich so manches Wundersame aus dem weiten Feld der Esoterik. Die Beiträge sind kurz und knapp, sensationell bebildert, also in etwa unterstes Boulevard-Presse-Niveau, was ja einem insgesamt breiten Bedürfnis entgegenkommt. Man begreift, dass das für manche etwas einfacher gestrickte Zeitgenossen durchaus Unterhaltungswert hat. Soweit zur bildenden und vergnüglichen Seite eines Ausflugs nach Esowatch.com. Leider gibt es jedoch auch noch eine unerfreuliche Seite des Ganzen. Das darf nicht verschwiegen werden. Wir müssen hier, da wir schon solche Reklame machen, unserer Verantwortung nachkommen, die wie wir meinen auch darin besteht, die lustigen Reisenden auch vor möglichen Gefahren zu warnen. Die gibt es ja bei vielen Reisezielen. Also ruhig ausatmen. Außerdem kann ja bei solch einer virtuellen Reise rein physisch gesehen nichts passieren. Das Ungemütliche fängt an, wenn Sie irgendeinen Beitrag so interessant oder verwegen finden, dass sich der Wunsch in Ihnen regt: Ach, da könnte ich ja im Kommentarteil auch was dazu sagen. Die Esowatcher achten selber immer strengstens auf Anonymität was ihre eigene Person anbelangt. Das ist ja völlig ok so. Unglücklicherweise müssen wir allen Besuchern von Esowatch.com raten, auf keinen Fall die eigene Identität preiszugeben. Seien sie hart und behutsam. Rechnen Sie damit, dass Sie ausgefragt werden, dass man regelrecht versucht, Ihre Person, Ihren Umkreis zu erschnüffeln. Rechnen sie außerdem damit, dass Ihr Versuch, eine sachliche Diskussion in Gang zu bringen, überhaupt nicht fruchten wird, zumindest dann nicht, wenn Sie einen nicht ganz esowatchlinientreuen Standpunkt vertreten. Esowatch ist daran interessiert, die eigene Deutungshoheit zu vermitteln, auf billigste Art und Weise, aber keinesfalls an einem Diskurs über die Inhalte. Bis dahin ist auch das noch ein relativ harmloses Erlebnis. Bisschen Gestapo-, bisschen Stasi-Feeling. Aber ganz bequem vom eigenen PC-Arbeitsplatz aus. Vielleicht mit einem Gläschen Wein daneben, oder einem Schälchen Nüsse. Man kann sich dann, wohlgemerkt nur ganz ansatzweise, etwas besser in bestimmte politische Zeiträume des 20. Jahrhunderts hierzulande hineinversetzen, oder auch in die Situation der Regimekritiker in Tibet, Nordkorea oder Burma, und dennoch - je nach Temperament - bei dem Ganzen noch recht entspannt bleiben. Richtig doof wird es nur, wenn man seine Identität preisgegeben hat, und wenn man meinte munter weiter draufloszudiskutieren, so absurd eine Diskussion mit solchen Fanatikern wie den Esowatchern auch ist, und somit diese Art von Zeitgenossen, die sich an ihre scheinbar rationale, einzig wahre Beschränktheit klammern müssen, verunsichert und somit verärgert hat. Dann kommt nämlich der große Holzhammer, die Wunderwaffe Denunziation. Gezielt arrangiert wird der Andersdenkende im Internet öffentlich an den Pranger gestellt. Und dies rücksichtslos und wider besseres Wissen um den genauen Sachverhalt. Glücklicherweise handelt es sich bei Esowatch um keine politische Macht, sondern nur um einen kleinen Zusammenschluss von diskussions- und pluralismusunfähigen Zeitgenossen mit kleinbürgerlicher Blockwart-Mentalität, die, scheinbar zum Zwecke der Aufklärung, in Wirklichkeit im Interesse einer fragilen, und deshalb umso brutaler verteidigten Selbstvergewisserung, eine Internetseite betreiben. Somit geschieht die Sanktionierung des Denunzierten glücklicherweise nicht durch eine im Dienste einer totalitären Weltanschauung stehende staatliche Instanz. Die Sanktionierung soll durch die Öffentlichkeit geschehen, zum Beispiel in Form des Personalleiters, der den Namen eines Stellenbewerbers bei Google eingibt, und das Esowatch-Dossier des so Gebrandmarkten als Treffer erhält. Sie sehen, die Reise nach Esowatch.com bietet vieles, sogar echten Nervenkitzel.
(Seite 1 von 1, insgesamt 2 Einträge)
|
Der Doktor hat gesagt"Bunt ist meine Lieblingsfarbe."
KategorienFAQWas Sie schon immer über Anthroposophie wissen wollten
In der Kategorie "FAQ" finden Sie Antworten auf die brennendsten Fragen zum Thema Anthroposophie. Die Antworten werden laufend ergänzt und erweitert. Neue Fragen nimmt das FAQ-Formular oder die Kontaktadresse nachsichten@anthroposophie.de an. » zu den FAQ ArchivBlog abonnieren |
Powered by Serendipity 1.3.1.

