Grüße aus SchildaGeschrieben von Die geistige Welt in
Bund der Waldorfschulen, Grandt, Waldorfschule Eine Ärgerluft zum Thema "Schwarzbuch Waldorf" Nachtrag vom 30.10.08 - siehe unten. Stellen wir uns vor, wir betrieben eine PR-Agentur und stünden vor folgender Aufgabe: Ein untalentierter Autor hat ein, um es freundlich zu formulieren, sehr schlecht recherchiertes Buch geschrieben, in dem er genau im proportionalen Verhältnis zu den aufsteigenden Seitenzahlen vor allem drei Dinge demonstriert: Er hat keinerlei Ahnung von seinem Thema, sein geistiger Aktionsradius gleicht dem geographischen einer Legebatteriehenne und er kann kein Deutsch. Wie das geht? Nun – es ist im Grunde ganz simpel; nur würde niemand sonst auf eine derartig bescheuerte Idee kommen. Und wenn doch, so wäre zumindest niemand anderes willens und in der Lage einem durchgegangenen Pferd auch noch die Sporen zu geben. Das kann man nur, wenn man das echte Abenteuer eines Walkürenrittes durch die nicht enden wollende Prärie liebt und in der Wagenburgstraße (sic!) in Stuttgart zu Hause ist. Es ist eine Sache, eine einstweilige Verfügung gegen ein Buch zu erwirken, das sich selbst erledigen würde, wenn man es in Ruhe seinen Weg auf dem Markt finden ließe. Über diese Sache kann man streiten. Man kann sie überflüssig und absurd finden – aber man kann immerhin noch darüber streiten, denn es gibt wenigstens ein paar nachvollziehbare Argumente für die juristische Aktion, die man nicht teilen muss, um sie zu verstehen. Die geistige Welt ist not amused und erklärt hiermit, dass sie in Zukunft nie wieder irgendetwas glauben wird, was vom Bund der Freien Waldorfschulen offiziell verlautbart wird. Sie distanziert sich ausdrücklich von dieser Schmierenkomödie und bittet – mitgefangen, mitgehangen – die Öffentlichkeit um Entschuldigung für das absurde Treiben in der Wagenburg. Straße. info3-Redakteur Felix Hau schreibt heute Morgen auf der RSL:
Die geistige Welt schließt sich der Unlust an. Grandt nun noch kritischerGeschrieben von Die geistige Welt in
Grandt, Waldorfschule
Die Frauenzeitschrift "Brigitte" hat exklusiv mit Waldorfkritiker Michael Grandt ein Interview geführt. Darin beklagt Grandt völlig zurecht, dass die "Vertreter einer angeblich so freien und toleranten Pädagogik" nicht mit Kritik umgehen könnten (siehe dazu auch: schachtelhalm.de). Darüber hinaus spricht Grandt eine sehr interessante Frage an: Sind Waldorfschulen Weltanschauungsschulen?
"Waldorfschulen müssen sich endlich dazu bekennen, anthroposophische Weltanschauungsschulen zu sein. Lehrerausbildung, Unterricht, Methodik, Lehrplan und die Einschätzung der Kinder sind derart anthroposophisch durchdrungen, dass es ohne Anthroposophie keine Waldorfschulen geben kann." Für diese Aussage kann sich Grandt der vollen Zustimmung der geistigen Welt sicher sein, das hat er kurz und bündig auf den Punkt gebracht. Laut Grandt soll auch im baden-württembergischen Kultusministerium die Meinung herrschen, dass "Waldorfschulen formaljuristisch Weltanschauungsschulen" seien. Derweil ist dies für die bundesweite Genehmigungspraxis irrelevant, denn gemäß einem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts von 1992 sind Waldorfschulen keine Weltanschauungsschulen. Laut der vom BVerwG festgelegten Definition des Begriffs der Weltanschauungsschule hat man es mit einer solchen zu tun, wenn der Unterricht von einer einheitlichen Weltanschauung bestimmt wird und Eltern, Schüler und Lehrer eine gemeinsame Weltanschauung haben. Vor allem Letzteres trifft bei Waldorfschulen nicht zu und daher werden diese nicht als Weltanschauungsschulen genehmigt, sondern als "Schulen besonderen pädagogischen Interesses". Der Bund der freien Waldorfschulen sollte sich nicht nur dazu bekennen, dass die Schulen in seiner Obhut Weltanschauungsschulen sind, sondern dies auch offen mit Freude und Souveränität vertreten. Und die Kultusministerien der anderen Länder sollten sich der Meinung in Baden-Württemberg anschließen, so dass Waldorfschulen bundesweit als Weltanschauungsschulen genehmigt werden können. Vermutlich würden dann allerdings zwei Drittel der Waldorfschulen dicht machen, weil sehr viele Menschen - nicht nur Waldorf-Kritiker - furchtbar Angst vor Weltanschauungen haben. Oder es würden sich im Sinne realexistierender Anthroposophie traditionellere von weniger traditionellen Waldorfschulen abspalten. Michael Grandt geht aber noch weiter. Er will nicht nur, dass die Waldorfpädagogik auf ihre Verfassungskonformität geprüft wird, sondern Grandt hat sein aufklärerisches Engagement nun enorm erweitert: "Meiner Meinung nach sollten Schulen mit einem Namenspatron, der in Schriften Rassen diskriminierende Aussagen gemacht hat, keine Steuergelder bekommen." Da hat sich Grandt viel vorgenommen. Von den vielen Kant-Gymnasien bis hin zur Uni Greifswald müsste dann eine sehr lange Reihe von Bildungseinrichtungen zukünftig auf staatliche Förderung verzichten. Solche Vorhaben sind selbst für die geistige Welt zu viel des Guten. Ach, liebe Achse!Geschrieben von Die geistige Welt in
Anthro-Lobby, Grandt, Waldorfschule Endlich ist Die Achse des Guten Teil der Anthrosphäre geworden. Die Achse planscht jetzt mit im Tümpel der Waldorf-Kritik und hat zu diesem Behufe einen Beitrag von Wolfgang Röhl veröffentlicht: Versunken im Moor? Die ARD kippt einen Beitrag über Steiner-Schulen. Die Redaktion des ARD-Magazins "ttt" hatte einen für Sonntag Abend geplanten Beitrag, der den Vorwürfen des Waldorf-Kritikers Michael Grandt ("Schwarzbuch Waldorf") nachgehen sollte, kurzfristig aus dem Programm genommen. Wolfgang Röhl hatte sich schon auf die Sendung gefreut: "Immerhin hatte das Erste noch am selben Abend einen ttt-Beitrag über das “Schwarzbuch Waldorf” angekündigt, in dem die rassistischen und okkulten Lehren von Rudolf Steiner, Begründer der Anthroposophie, und ihr Weiterleben in staatlich unterstützten deutschen Schulen untersucht werden."Röhl geht wie selbstverständlich davon aus, dass Rudolf Steiner eine "rassistische und okkulte Lehre" aufgestellt habe und vor allem, dass diese in "staatlich unterstützten deutschen Schulen" weiterlebe. Was es mit dem "Weiterleben" etwaiger "Lehren" Steiners in Waldorfschulen auf sich hat, mag man der umfassende Studie über Absolventen von Waldorfschulen entnehmen, aus der hervorgeht, dass kaum (2,4 Prozent) ein Waldorf-Absolvent einen anthroposophischen Beruf ergreift. "Die meisten sind darüber hinaus der Anthroposophie gegenüber indifferent, skeptisch bis negativ eingestellt", wie Dirk Randoll, einer der Leiter der Studie, feststellt. Und was speziell die Frage des Rassismus betrifft, sei die Lektüre einer weiteren Studie von 2007 empfohlen, die folgendes Ergebnis bringt: "Die Waldorfschulen zeichnen sich dadurch aus, dass sich dort der mit Abstand niedrigste Anteil von fremdenfeindlichen Schülerinnen und Schülern ergeben hat (Waldorf 2,8 Prozent, Gymnasien 8,3 Prozent, Gesamtschulen 16,5 Prozent, Realschulen 17,5 Prozent und Hauptschulen 24,7 Prozent). Ein ähnliches Bild zeigt sich zum Anteil der rechtsextrem eingestellten Schülerinnen und Schüler. Hier reicht das Spektrum von 1,2 Prozent an Waldorfschulen bis zum siebenfachen Wert von 9,5 Prozent an Hauptschulen. Wir interpretieren diese Daten als klares Indiz dafür, dass die Waldorfpädagogen sich im Schulunterricht engagiert gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus einsetzen."Wolfgang Röhl indes scheint große Verbitterung zu spüren, wegen der Entscheidung der "ttt"-Redaktion. Und nun? Was hilft bei Frust? Verschwörungslust! Mit aufklärerischem Tenor verschaft er seinem Unmut Luft: "Man muss dazu wissen, dass die Autoren des Schwarzbuchs, die Brüder Michael und Guido Grandt, schon mit einem Vorläufer des Buches im letzten Jahr auf erbitterten Widerstand der einflussreichen Anthroposophie-Lobby gestoßen waren. Diese hatte das Buch "regelrecht vom Markt geklagt", wie Beobachter schrieben."Abgesehen davon, dass das aktuelle "Schwarzbuch Waldorf" eine Einzelaktion von Michael Grandt ist und das Buch nicht "vom Markt geklagt" worden ist, sondern seit einer Woche - lediglich mit einem Einlegeblatt versehen - in den Läden steht, finde ich die Rede von einer vermeintlich "einflussreichen Anthroposophie-Lobby" einfach zu drollig. Frei nach dem Motto: Der vernunftgeleitete Staat wird von der "Anthroposophie-Lobby" bedroht - super! Die "ttt"-Redaktion selbst ließ zur Begründung, den Beitrag zurückzuziehen, Folgendes verlautbaren: "Unsere Recherchen und Gespräche ergaben, dass der Autor wesentliche Thesen seines Buches nicht belegen kann, weshalb wir eine weiterführende Recherche für notwendig hielten. Der Beitrag in seiner gegenwärtigen Form erwies sich nach Einschätzung unserer Redaktion als nicht relevant genug für die Sendung ttt am Sonntagabend. Interessierte Zuschauer können ihn jedoch in einer überarbeiteten Fassung am 09.10.2008 im Kulturmagazin "artour" um 22.05 im MDR sehen."Na also, lieber Herr Röhl, da können Sie sich dann - falls die gnadenlose "Anthroposophie-Lobby" nicht erneut zuschlägt - einen gemütlichen TV-Abend machen. Bis dahin könnten Sie in "Jesus in Auschwitz", der neuen Kurzgeschichtensammlung von Michael Grandt schmökern. Wohl bekomm's!
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Der Doktor hat gesagt"Das Übel liegt doch nicht darin, dass wir die Feinde hassen, von denen wir nur wenige haben, sondern darin, dass wir unsere Nächsten nicht genügend lieben, von denen wir so viele haben wie Sand am Meer."
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